Mobbing unter Hunden

Wenn aus Spiel Ernst wird, sollten Hundehalter eingreifen

 

 

 

Ausgelassen toben die Hunde untereinander, doch plötzlich kippt die Stimmung: Aus dem munteren Spiel wird eine Hetzjagd, ein Tier wird von den anderen attackiert, gejagt, umgerannt oder in Grund und Boden gebellt. Das Opfer ist den Attacken hilflos ausgeliefert.

 

 

Eingreifen

In dieser Situation sollten Hundehalter eingreifen. Denn es  stimmt nur bedingt, dass die Tiere ihre Konflikte am besten untereinander ausmachen. Bei charakterlich und körperlich gleich starken Hunden mag das zutreffen. Ist ein Tier defensiver und den Angriffen nicht gewachsen, muss der Mensch es aus der Situation herausholen, ihm Schutz bieten und dafür sorgen, dass es wieder zur Ruhe kommt.

Auch die mobbenden Tiere müssen aus ihrem Verhalten herausgeholt werden. Hört der Hund nicht, wenn Sie ihn heranrufen, ziehen Sie in ruhig und bestimmt aus der Gruppe heraus. Sie als Rudelführer zeigen ihm so die Grenzen des zweifelhaften Spiels.

 

 

Sozialverhalten

Halten sich Hundehalter aus solchen Konflikten heraus, kann dies ernsthafte Folgen für das Sozialverhalten der Tiere haben. Der schwache Hund kann das Vertrauen zu seinem Menschen verlieren und künftig auch bei harmlosen Begegnungen mit anderen Hunden übermäßiges Abwehrverhalten zeigen.

Der mobbende Hund hingegen lernt, dass er andere Tiere 

tyrannisieren darf, und wird es wieder tun. 

Die Ursachen sind vielfältig:

Manche Hunde kompensieren so ihre eigene Schwäche, 

andere haben erfahren, dass ihnen Mobben Spaß macht.

 

 

Spaß für alle

Beobachten Sie Ihren Hund genau und schreiten Sie gleich ein, wenn sich eine ungünstige Gruppendynamik ergibt. Ob alle Spaß haben, sieht man den Hunden beim Spielen an: Sie tauschen die Rollen, aus dem Gejagten wird der Jäger und umgekehrt. Gut ist es, Hunde miteinander spielen zu lassen, die sich ebenbürtig sind,einander mögen und rassespezifisch zusammenpassen.

 

 

 

Vier Pfoten Report 3/2014

www.vier-pfoten.de

Hundefreunde Aidlingen e.V.